Der gebürtige Japaner Takeo Ischi hat über die Jahre tausende Volksmusikfreunde begeistert, mit seinem Hit „New Bibi Hendl“ hat er sich 2011 aber auch in das Herz einer völlig neuen Fangemeinde gejodelt: das Internet. Mit über 13.000.000 Views ist er ein echter Youtube-Star geworden – nur was treibt der Lederhosen-Fan mit dem Faible für Federvieh heute so?

New Bibi Hendl: Mittlerweile schon ein Klassiker.

Die wichtigste Frage zuerst: Ist Takeo wirklich Japaner? Ja, ist er. Geboren und aufgewachsen in Tokio, hat er sich das Jodeln mithilfe einer Schallplatte der Münchner Volksmusiklegende Franz Lang selbst beigebracht. Nach einigen Auftritten im japanischen Fernsehen wanderte er schließlich in die Schweiz aus, sang dort für Touristen und traf sein Vorbild Franz Lang auch in Natura. Was folgte, war eine steile Karriere in der deutschen Volksmusik mit Hits wie „Mein Vater ist ein Appenzeller“, „Ich wünsch mir eine Jodlerbraut“ oder „Bockwurst, Bier und Blasmusik“.

Als Paradebeispiel gelungener Integration lebt der mittlerweile 70-jährige Takeo Ischi heute in Bayern. Und um endlich auf den Punkt zu kommen, er singt und jodelt immer noch: bis vor kurzem auch im Berliner „Wintergarten Varieté“, wo er in der Show „Sayonara Tokio“ fünfmal die Woche auftrat. Aber auch auf Youtube ist noch aktiv – für sein letztes Video hat er auf die reichhaltige Kampfsport-Kultur seines Heimatlands zurückgegriffen und durch sein liebstes Tier ergänzt. Richtig, ein Hühnchen. Mit derzeit knapp 14.000.000 Aufrufen ist es völlig zurecht der bisher erfolgreichste Song von Takeo Ischi. Viel Spaß mit „Chicken Attack“!